Der Salzladen unterstützt zukunftsweisende Projekte in Entwicklungsländern durch den Verkauf ihrer Produkte u.a. in: Äthiopien - Peru - Sri Lanka - Bolivien - Philippinen. Zusätzlich wird aus Verkaufserlösen und Spenden jährlich mindesten eine Organisation finanziell gefördert. Für 2010 wurde das Projekt „heartkids“ der Freiburger Sozialpädagogin Judith Retz ausgesucht.
Der Vorort Pinhais der 1,8 Millionen Einwohner zählenden
Hauptstadt Curitiba des Bundesstaats Paraná im Süden Brasiliens ist geprägt von
großer Armut und hoher Kriminalität. Die evangelische Gemeinde von Curitiba
unterhält hier seit 1980 die Kindertagesstätte Bom Samaritano, die 1999 mit
einem zweiten Haus in einem anderen Ortsteil erweitert wurde. In beiden Häusern
werden derzeit 350 Kinder im Alter von 2 Monaten bis 12 Jahren von 50
Angestellten betreut. Die täglich vier ausgewogenen und gemeinsam eingenommenen
Mahlzeiten, das regelmäßige Waschen und Zähneputzen, die ärztliche und
zahnärztliche Betreuung, die Ruhe beim Mittagsschlaf und das Zusammenleben in
harmonischer Gemeinschaft sind Erfahrungen, die viele Kinder erstmals in der
Kindertagesstätte machen, die aber für die geistige, körperliche und soziale
Entwicklung der Kinder außerordentlich wichtig sind. Die Eltern werden
regelmäßig von einer Sozialhelferin besucht und beraten. Auch schulpflichtige
Kinder werden bis zum Alter von 12 Jahren in den unterrichtsfreien Stunden
betreut. Neben der Unterstützung bei Hausaufgaben werden ihnen auch Inhalte
vermittelt, die ihnen bessere Chancen im Berufsleben bieten sollen, wie z.B. der
Umgang mit Computern. Der Ort Pinhais mit 100.000 Einwohnern verfügt nur über
drei Kindertagesstätten. Bom Samaritano erhält lediglich einen geringen
öffentlichen Zuschuss in Form von Lebensmitteln. An den monatlichen Kosten von
ca. 60 € je Kind beteiligen sich die Eltern eher symbolisch; sie werden
vorwiegend von Mitgliedern der evangelischen Gemeinden in Curitiba aufgebracht.
Insbesondere das zweite Haus der Kindertagesstätte kann nur dank der
Unterstützung aus Deutschland weitergeführt werden.
Von Gemeindemitgliedern der Auferstehungsgemeinde wurde ein Kochbuch gestaltet,
das zu Gunsten dieses Projekts für 10,-€ auch im Salzladen verkauft wird.
Im Süden von Peru besteht das Frauennetzwerk "club de madres", in dem sich über 100 Frauen zusammengeschlossen haben, um die original Las Muniquitas-Fingerpüppchen zu stricken. So wird ein Kunsthandwerk, tief verwurzelt in ihrer farbenprächtigen Kultur, zu einer natürlichen Einkommensquelle. Die Arbeitsmaterialien werden zunächst vorfinanziert, von den Strickerinnen zu den Püppchen verarbeitet, die ihnen dann zu einem Preis, der 34% über dem peruanischen Marktwert liegt, garantiert abgekauft werden. Den Strickerinnen werden verlässliche, faire Arbeitsbedingungen und ein gerechter Lohn garantiert sowie ein soziales Netzwerk, in dem die Frauen zusätzlich ermäßigte medizinische Leistungen und Rechtsberatungen erhalten.
Durch den Verkauf von T-Shirts unterstützen wir eine Schneiderwerkstatt in Canto Grande / Lima. Canto Grande hat derzeit mehr als 1 Millionen Einwohner und gehört zu den ärmsten Teilen Limas. Ziel des Projektes ist es, vor allem armen Frauen Unterricht im Zuschneiden und in der Anfertigung von Textilien zu geben und damit auch neue Arbeitsplätze zu schaffen.

1985 haben sich Frauen aus der kokosverarbeitenden Heimindustrie einem genossenschaftlichen Selbsthilfeprojekt angeschlossen, das in den Schwerpunkten landwirtschaftliche, kleingewerbliche und soziale Entwicklung in über 2000 ländlichen Haushalten im Süden Sri-Lankas (Matara Distrikt) arbeitet. Die Genossenschaft übernimmt die Koordination der arbeitsteiligen Herstellungsprozesse. Die Anschaffung einer zentralen Kokosfasermühle und Kreditmittelhilfe für den Kauf von arbeitserleichternden Werkzeugen, sowie die Weiterentwicklung des Produktes Kokosseil zu dem lukrativeren Verkaufsartikel "dekorative Fußmatte" verhalf den Frauen zu einer wesentlichen Einkommensverbesserung. Mittlerweile sind 600 Frauen mit der Herstellung von Kokosmatten im Haupt- und Nebenerwerb beschäftigt. In Deutschland wird das Projekt betreut von Graswurzel.
Wir bieten während der Wintermonate Alpaka-Strickwaren aus Bolivien an. Das "Programm zur Förderung von Frauen" ist ein Projekt, das seit dem Jahr 2000 von fünf gemeinnützigen Einrichtungen (u.a. der Caritas) in Bolivien durchgeführt und in Deutschland von der Caritas und vom Entwicklungshilfe-Ministerium unterstützt wird. Es konzentriert sich auf indigene, mittellose und nicht sesshafte Frauen in zehn großen ländlichen Bezirken und hat folgende Schwerpunkte: Präventive und akute Hilfestellung bei Bedrohung durch häusliche Gewalt. Unterstützung bei der Entwicklung der persönlichen und kulturellen Identität, des Selbstbewusstseins sowie des Partizipationsanspruchs in Gesellschaft und Politik. Befähigung für Produktion und Vermarktung von Gütern und Dienstleistungen zur Sicherung der eigenen Einkünfte und der finanziellen Unabhängigkeit. Integrationshilfe für behinderte Familienmitglieder. Das Programm befindet sich jetzt in der dritten Projektphase. Eine Teilnehmerin schreibt: "Das Programm hat uns die Selbstorganisation und die gegenseitige Unterstützung möglich gemacht. Wir haben alle gelernt, dass Gewalt nicht verheimlicht werden darf, dass wir nicht schweigen und uns damit zu Komplizen machen dürfen. Wir haben das Recht auf unsere Gedanken und sind uns unseres Wertes bewusst. Das ist gut so, weil es auch unseren Söhnen und Töchtern nützt."
Seit 2000 sind die allseits begehrten getrockneten Mangos erfolgreiches Produkt der "Aktion Schutzengel". Zusammen mit dem katholischen Hilfswerk missio und der philippinischen Organisation Preda kämpft dwp mit dieser Kampagne gegen Sextourismus und Kinderprostitution in Ländern wie Thailand, Indien, Sri Lanka und den Philippinen - woher die Mangos stammen. Getrocknete Mangos sind die süßen Botschafter für eine Welt ohne sexuelle Ausbeutung und ermöglichen gleichzeitig tausenden von philippinischen Kleinbauern ein gesichertes und faires Einkommen. Wir bieten darüber hinaus noch weitere Mangoprodukte an. Etwas Besonderes ist der Apfel-Mango-Saft - eine gemeinsame Produktion des Naturschutzbundes (NABU) Kaiserstuhl, der Weltläden der Region Freiburg und der St. Katharinenkellerei in Königschaffhausen. Das Ziel ist der Erhalt des Streuobstanbaus mit seinen hochstämmigen Bäumen im Kaiserstuhl und die Förderung kleinbäuerlicher, natürlicher Bewirtschaftung auf den Philippinen.
Die Caritas Nurses Association, eine Organisation christlicher Krankenschwestern, versuchen in der Vernetzung mit anderen christlichen Organisationen im Land der Not und dem Elend in den Slums der Großstädte und in medizinisch unterversorgten Gebieten auf dem Land zu begegnen. Ein großer Teil der Arbeit wird ehrenamtlich geleistet. Neben ihrem Dienst in Krankenhäusern und Gesundheitszentren besuchen sie bedürftige Patienten in Kliniken oder zu Hause. Sie beraten und begleiten Menschen in Not und helfen ganz konkret mit Nahrungsmitteln, Kleidung und Medikamenten. Sie spenden zum Teil von dem, was sie selbst haben oder als Spenden erhalten. Eines ihrer großen aktuellen Projekte ist der Aufbau eines Netzwerkes zur Hilfe von Menschen, die an AIDS erkrankt sind und Familien, die von HIV/AIDS betroffen sind. Familien, die durch die Erkrankung eines Angehörigen betroffen sind, stehen oftmals nicht nur vor medizinischen, sondern auch vor großen sozialen Problemen. Sie sind Isolation und Armut ausgesetzt. Diesen Menschen möchten sie ein menschenwürdiges Leben ermöglichen und AIDS-Kranke in ihrem Sterben begleiten. Dazu werden unter anderem auch ehrenamtliche Helfer und Helferinnen geschult.

Äthiopien zählt zu den ärmsten Ländern der Welt. Dürre, Bürgerkrieg, wirtschaftliche Not haben weite Teile der Bevölkerung verarmt und in Bewegung gebracht. Ihr Ziel ist die Hauptstadt Addis Abeba. Besonders Frauen sind von dem Verlust von Heimat und Existenzgrundlage, von Ausgrenzung und sexueller Gewalt betroffen. Zunehmend prägen Verwahrloste und Straßenkinder, auch Mädchen das Stadtbild. Hier setzt der Christliche Verein Junger Frauen (YWCA) in Addis an: Mit Ausbildung, Fachberatung, Kleinkrediten leistet er erfolgreiche Hilfe zur Selbsthilfe und steht Frauen und Mädchen vielfältig, auch medizinisch, vor allem in der AIDS/HIV-Prävention zur Seite.
Tücher aus Baumwolle, Taschen und Täschchen verschiedenster Art, sowie diverse Korbwaren aus den Werkstätten des YWCA können Sie hier im Salzladen erwerben. Der Erwerb der Handarbeiten unterstützt die Frauen. Ein Solidarbeitrag in die Spendenbüchse stärkt das Ausbildungs- und Mikrokreditprogramm des YWCA. Ständiger Kontakt in Addis Abeba ist Frau Tadesse Abeba, deren Mann dort für den Evangelischen Entwicklungsdienst (EED) tätig ist. Sie gewährleistet nicht nur den Warennachschub, sondern vermittelt auch den Dialog mit dem YWCA und hält uns über die Entwicklung seiner Arbeit auf dem Laufenden.